Trager und Burnout, Deane Juhan

Burnout betrifft so viele Menschen in verschiedenen Berufsbereichen in diesen stressigen Zeiten. Trager Behandlungen sind an sich schon eine Chance, sich tief zu entspannen und Stress abzubauen. Ihre Wirkungen werden mit der Verpflichtung des Klienten, für weitere Behandlungen wiederzukommen, um die Verbindung zu den Gefühlen tiefer Entspannung von Körper und Geist zu vertiefen und zu verinnerlichen, erheblich verstärkt und akkumuliert. Aber das vielleicht stärkste Merkmal der Behandlungen und ihrer erholsamen Wirkungen ist die Fähigkeit des Klienten, sich an die Gefühle - die geistigen und körperlichen Zustände - zu erinnern, die er während der Behandlungen erlebt hat. "Es ist so, als ob man sich an die Melodie seiner Lieblingsmusik erinnert. Durch die Kraft des wieder Erinnerns können Sie sie und ihre Wirkung auf Sie immer wieder erleben."

Deane Juhan
Autor vom Buch ‘Körperarbeit’
Psychophysische Integration
Trager Lehrer

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Stressbewältigung und Burnout, Dr. Barbara Hochstrasser

Interview mit Barbara Hochstrasser, Chefärztin Privatklinik Meiringen

Barbara Hochstrasser ist Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie und als Chefärztin in der Privatklinik Meiringen tätig. Sie ist Präsidentin des Schweizer Expertennetzwerks für Burnout. Sie war die Chefin der Trager Praktikerin Gudrun Aeschlimann in der Burnout Klinik am Hasliberg.


Dieses Interview wurde vom Lasalle Haus veröffentlicht

Ist Burnout ein Modethema geworden?

Der Begriff Burnout spiegelt etwas wieder das Menschen direkt erleben und nachvollziehen können: man brennt für etwas und verbrennt sich dabei. Dass die Burnout-Fälle zunehmen, ist wahrscheinlich eine Folge von vermehrter Stressbelastung und erhöhter Krankheitsinzidenz einerseits, andererseits einer besseren Wahrnehmung durch Ärzte und Laien.

Sind die Leute heute ausgebrannter als früher?

Die Stressbelastung in der Arbeitswelt ist nachweislich gestiegen. Dazu gibt es Studien, etwa die Stress-Studie des SECO von 2011, die nachgewiesen hat, dass der Stress der Einzelarbeitnehmenden der Schweiz im Vergleich zum Jahr 2000 um 7% gestiegen ist. Es gibt auch Daten einer grossen deutschen Krankenkasse, die belegen, dass die Diagnose «Burnout» und die darauf bezogenen Arbeitsausfalltage zwischen 2004 und 2010 exponentiell zugenommen haben.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch im klinischen Alltag: Wir haben mehr Patienten mit Burnout, obwohl viel mehr Kliniken Burnout-Behandlungsprogramme anbieten.

Was sind typische Vorzeichen, dass jemand für ein Burnout gefährdet ist?

Die Entwicklung von Burnout beginnt mit einer Stressbelastung. Diese ist an sich nichts Krankhaftes, sondern etwas das wir alle kennen. So etwa Einschlafschlafstörungen, Nervosität, eine leichte Unaufmerksamkeit, sich angespannt fühlen, schwitzen oder Kopfweh haben. Entscheidend ist, dass diese Symptome vorbeigehen, wenn die besondere Herausforderung bewältigt ist.

Wann geht eine Stressbelastung in ein Burnout über?

Die ersten Zeichen von Burnout sind ähnliche Symptome, aber sie sind viel ausgeprägter. Und vor allem: sie gehen nicht mehr weg, auch wenn wir uns eigentlich erholen könnten. Normalerweise erholen wir uns in einer Nacht, oder wenn wir länger viel geleistet haben in einem Wochenende, oder spätestens in den Ferien. Menschen, die ein Burnout haben, können sich in dieser Zeit nicht mehr erholen und fühlen sich gelegentlich nach dem Wochenende erschöpfter als vorher.

Was sind weitere Vorzeichen?

Man wird reizsensibler und zieht sich von anderen Menschen zurück, weil es zu anstrengend ist, sich auf sie einzulassen und ihnen zuzuhören. Weitere Zeichen sind zum Beispiel häufige Erkältungen oder solche, die lange dauern, oder auch Schmerzen wie Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Schwindel: alles Symptome, die aussagen, dass unser vegetatives System nicht mehr so gut funktioniert. Dazu kommen häufige Schlafstörungen: häufig wachen die Betroffenen schweissgebadet mitten in der Nacht auf, und die Gedanken drehen sich ständig um die Arbeit.
Wenn das Burnout weiter fortschreitet werden wir zunehmend emotional labiler, es kann Niedergeschlagenheit entstehen, deutliche Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, auch Reizbarkeit, Ängste vor Dingen, die sonst nicht Angst gemacht haben, Motivations- und Interessenverlust, mangelnder Antrieb, und in der Schlafqualität gibt es eine weitere Verschlechterung, so zum Beispiel früh zu erwachen. Spätestens jetzt ist aus der Stressbelastung eine Erschöpfungsdepression geworden.

Wie können wir Burnout vorbeugen?

Entscheidend ist, auf den eigenen Körper zu achten und ihm das zu geben, was er braucht: wenn er müde ist, ihm Ruhe zu gönnen; wenn er Bewegung braucht, sich bewegen; wenn jemand das Bedürfnis hat, mit anderen in Kontakt zu treten oder ein Hobby wahrzunehmen, das zu tun. Dann bleiben unsere Bedürfnisse befriedigt. Eine weitere wichtige Massnahme ist eine gesunde Lebensführung mit genügend Schlaf (im Schnitt 7 Stunden), Vollwert-Ernährung, täglicher Bewegung und das Pflegen von positiven Beziehungen. Zu dieser Selbstfürsorge gehören auch Zeiten nur mit sich allein, in der Ruhe und möglicherweise auch in der Stille.

Welche Rolle spielt dabei Meditation?

Meditation ist eine ganz wichtige Unterstützung zur Prävention von Burnout, denn Meditation führt nicht nur zu einer Entspannung, sondern auch zu einem verstärkten Kontakt mit sich selbst, der besseren Wahrnehmung dessen, was wir bedürfen. Mit der Zeit gewinnen wir an Gelassenheit und können nach einer aufregenden oder anstrengenden Situation leichter wieder in die Ruhe kommen.

Ein Klient erzählt, P.B. Polizist

Wie sind sie auf die Trager Therpie gekommen? 

Ich machte als Burnout Patient eine stationäre Therapie. Dabei durfte ich eine Form der Körpertherapie kennen lernen. Diese half mir, mich zu entspannen und meinen Körper wahrzunehmen. Als ich den stationären Aufenthalt abschliessen durfte, war es mir wichtig, aus der stationären Therapie den einen oder anderen Anker mit in mein "neues Leben" zu nehmen. Auf Empfehlung meldete ich mich bei Gabriela und lernte so die Trager Therapie kennen.

Was hat ihnen geholfen durch diese Therapie? 

Die Entspannung / das Körperbewusstsein wieder zu empfinden ist bestimmt ein wertvoller Gewinn dieser Therapieform. Für mich wurde die Trager Therapie zu einer sehr guten Ergänzung zur psychologischen Unterstützung und half mir auf dem Weg zurück in ein Leben nach dem Burnout. 

Was hat sich in ihrem Alltag verändert? 

Das Körperbewusstsein hat sich stark ins Positive verändert. Gibt es Situationen, in welchen ich mich müde fühle, kann ich meinen Körper durch Erinnerungen und einfachen Übungen aus der Trager Therapie in einen entspannteren Zustand versetzen und so Energie gewinnen. Auch nutze ich diese körperlichen Erinnerungen, um schneller in den Schlaf zu finden. 

P.B., Polizist, Zürich

Burnout und Trager-Therapie, S.B. Lehrerin St.Gallen

Ich habe die Erfahrung eines Burnouts gemacht. Speziell für mich war, dass ich als körper-bewusster Mensch den Kontakt zu mir selbst und meinem Körper verloren hatte. Alles, was ich wusste, galt nicht mehr.

Wenn ich 7stündige Wanderungen davor mit Freude meisterte, genau wusste, wann ich Pausen brauchte, welches Tempo ich durchhalten konnte, so überforderte mich ein 5-Minuten-Marsch in den nächsten Laden. Mir hätte Bewegung damals sehr gutgetan. Ein Spaziergang im Wald wäre wunderbar gewesen! Ich erinnere mich an viele Tage hintereinander, an denen ich spazieren gehen wollte, aber ich schaffte es nicht, aufzustehen und meine Schuhe anzuziehen. Wenn ich das jetzt lese, finde ich selbst, dass es total übertrieben ist, aber zu diesem Zeitpunkt, habe ich genau dies gefühlt, ich war blockiert und niemand konnte mir dies so recht glauben, geschweige denn akzeptieren, auch ich selbst nicht. Mein Partner wollte mich dann oft abends an der Hand nehmen und mit mir spazieren gehen. Ich wollte dies auch, konnte aber nicht, mir kamen dann fast immer die Tränen. Ich wollte mich unbedingt bewegen, konnte es nicht alleine, wusste nicht, wie ich das akzeptieren sollte und konnte aber auch keine Hilfe annehmen oder akzeptieren. Es gab viele solcher Situationen, in unterschiedlicher Komplexität, zu verschiedenen Themen. Ich konnte manchmal um 15.00 Uhr nicht sagen, ob ich mich um 18.00 Uhr noch in der Lage fühlen werde, die Essenseinladung wahrzunehmen, denn plötzlich könnte da ein Heulkrampf sein oder ein Wutanfall oder auch wieder das Problem mit dem ‚Schuhe-nicht-anziehen-können‘.

Meiner Meinung nach nimmt jedes "Burnout" bei jedem Betroffenen Menschen seinen ganz individuellen Verlauf. Zwar erleben wir ‚Ausgebrannten‘ mehr oder weniger Ähnliches, die Vorzeichen, der Verlauf, wie es sich zuspitzt vor dem Tiefpunkt, teilweise auch wie wir uns verhalten oder mit anderen Menschen umgehen. Ich habe viele Gespräche mit Betroffenen geführt, und leider auch in meinem Umfeld lieben Menschen zugeschaut, wie sie hineinschlitterten, beratungsresistent, wie ich es auch war. Das ganze Syndrom ist eine komplexe Sache, vielschichtig, individuell, extrem herausfordernd für unsere Umfeld und für uns. Schlussendlich aber eine geschenkte Chance eigene Lernprozesse zu machen, wenn man die Kraft dazu wieder hat. Meine Auseinandersetzung mit mir selbst hat mir viele neue Tiefen eröffnet und auch das Bewusstsein, dass gewisse Mechanismen ‚in mir‘ fordern, dass ich ein Leben lang achtsam mit meinen Energiereserven sein darf. Ich glaube, es gibt viele Zeitgenossen, denen ist dies auch ohne ‚Burnout‘ klar.

Trager half mir, mich wieder spüren zu lernen. Oder erst mal, nichts müssen zu müssen, ganz bewusst. Die Sitzungen schienen den Lärm in meinem Kopf abzuschalten, um mir zu helfen, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Die Entspannung geschah einfach. Während einer Sitzung wurde mir oft klar, wie angespannt ich war. Manchmal konnte ich nicht so gut loslassen wie "normalerweise" oder ich konnte es gut machen und war schnell am Rande des Einschlafens, weil mir der Schlaf fehlte, den der Körper dann nahm, und ich entspannte mich kaum. Hinzu kam das Gefühl, "im Moment mit dem, was da ist", zu sein. In dieser Phase war es besonders heilsam, von Moment zu Moment zu leben, zu spüren, was möglich ist.

Ich kannte Trager schon vor meiner "dunkelsten Phase" der Erschöpfung, und allen, die Trager kennen, muss ich nicht über die positiven Auswirkungen berichten. Die Trager-Behandlungen halfen mir, den Bezug zu meinem Körper mehr und mehr wieder zurück zu gewinnen, loszulassen und zu entspannen. Leichtigkeit und Verspieltheit waren für mich damals nicht zugänglich. Während der Trager-Sitzung nahm ich aber wahr, dass sie da waren, dass es noch etwas anderes gab als Schwermütigkeit, Perspektivenlosigkeit. Dieses Wieder-Spüren gab mir Hoffnung, Mut, half mir daran zu glauben, dass es irgendwann wieder besser sein würde, auch wenn niemand weiss, wie lange man Geduld haben muss.

S.B., Lehrerin, St.Gallen

Warum ich Trager empfehlen würde, Gianandrea Pallich, MSc

Als Psychotherapeut auf eine auf Burnout spezialisierte interdisziplinäre Station einer psychiatrischen Klinik, durfte ich die Trager Methode näher kennenlernen.

Immer wieder berichteten die Klienten, die ich in der Psychotherapie begleiten durfte, dass sie Trager als sehr wichtigen Bestandteil der Behandlung empfanden.

Durch Trager war es Ihnen möglich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen und gleichzeitig den Zugang zum eigenen Körper wieder zu finden. Trager ist bei Stress und Burnout häufig auch im ambulanten Setting eine sinnvolle körpertherapeutische Ergänzung zu einer psychotherapeutischen Behandlung.

Gianandrea Pallich, MSc
Eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut
Fachpsychologe für Psychotherapie FSP
Vorstandsmitglied ZüPP
MAS UZH in Kognitiver Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin

Zentrum am Gubel - Praxis für Psychotherapie, Psychiatrie und Neuropsychologie
Gubelstrasse 54, 8050 Zürich
gianandrea.pallich@gmail.com

Langfristige Nackenspannung gelöst, P.K. Bankangestellte

Die wöchentlichen Trager Behandlungen haben mir während des Burnouts doppelt geholfen, wieder gesund zu werden.

Einerseits konnte mein überdrehtes Nervensystem herunterfahren, anderseits lösten sich langjährige Nackenverspannungen und die Kopfschmerzen verschwanden ebenfalls.

Ich kann die Trager Methode für alle mit Burnout-Diagnose als absoluten Geheimtipp empfehlen.

P.K., Bankangestellte, Zürich

Trager bei Burnout, Adrienne Stone

Das Besondere an der Trager Therapie ist, dass die Menschen, die zu uns kommen, nichts können müssen.

 

Oft lernen sie zu meditieren und zu entspannen, was sehr wichtig ist für den Alltag. Jedoch nicht, wenn jemand bereits ein Burnout hat. Ich glaube nicht, dass dann eine gute Zeit ist, diese Dinge zu lernen. Mit Trager ist es so, wenn Menschen bereit sind zu kommen um Behandlungen zu erhalten, dann erfahren sie etwas, das wie eine Art in ihr Gewebe hineintröpfelt. Sie machen eine Erfahrung, ohne etwas tun zu müssen, einfach indem sie auf der Behandlungsliege sind.

Alles was sie brauchen, ist die Bereitschaft und die Offenheit, da zu sein, empfangend zu sein und zuzulassen, dass die behandelnde Person ihre Arbeit machen kann. Dass sie ihrem Körper erlauben, dieses Gefühl aufzunehmen und es dort zu behalten, um es auch wieder abrufen zu können. Und natürlich, wenn sie in einem Burnout sind, dann brauchen sie weitere Behandlungen, um bis in die Tiefe dieses Gefühl von Ruhe zu erfahren. So sehe ich das, sie müssen nichts dafür tun. Dr. Milton Trager hat oft darüber gesprochen, dass wir in vielen dieser Entspannungstechniken “versuchen” müssen zu entspannen. Wenn wir jedoch versuchen, kreiert das auch Anstrengung und dann können wir nicht entspannen.

Adrienne Stone
Trager Praktikerin seit 1982
Trager Reflex Response Lehrerin seit 1996
Physiotherapeutin

Dr. Milton Trager spricht über Hook up

Wir sind umgeben von einer Kraft, die alles durchdringt. Diese Energie umgibt alles Leben.

Sie beeinflusst alles, auch unsere Organe. Entscheidend ist, dass du aufhörst, dich zu bemühen. Und das ist etwas speziell, wie kann man aufhören sich zu bemühen? Das geht nicht mit Disziplin oder so etwas.

Das geht nur über einen Gefühlserfahrung und das ist Hook Up. Und das wird übernehmen, sie müssen nichts versuchen. Wann immer wir das Wort fühlen verwenden, passiert das im Unbewussten. Das Bewusstsein kann nicht fühlen. Dann kannst du wirklich etwas erreichen.

Dr. Milton Trager, (1908-1997), begann im Alter von 18 Jahren mit der Entwicklung seiner Arbeit und hat sie im Laufe von 50 Jahren immer weiter verfeinert. Er wandte diese Therapie bei Menschen an, die an diversen Erkrankungen litten, von Stress und Erschöpfung über Rückenschmerzen bis hin zu Polio und vielem mehr. Die Menschen reagierten sehr positiv auf seine Berührung und Bewegungen; die Wirkungen reichten von größerer Leichtigkeit bis zu wundersamer Erholung.  Er begann 1975, seine Arbeit zu unterrichten. Heute gibt es Tausende seiner Schüler, die Trager auf der ganzen Welt praktizieren.

Trager bei Burnout, Gabriela Scholl-Läubli

Die Trager Therapie beruhigt das Nervensystem.

Sie bringt Menschen mit einer Erschöpfung oder bei Burnout in ein tieferes Bewusstsein für ihren Körper, und mit der Zeit sind sie in der Lage, ein Gefühl der Ruhe aufzunehmen. Dadurch können sie ‚ein bisschen mehr aushalten‘. Die Schönheit der Natur ist wieder zu sehen. Etwas mehr Energie kann in ihr Wesen zurückkehren. Oft schlafen sie besser.

Ich konnte schon vielen Menschen in Burnout-Situationen helfen. Diejenigen, die Probleme mit Stress oder Schlafmangel haben, können beginnen, sich selbst wieder zu finden. Meist begleitend mit psychotherapeutischer Betreuung haben sie begonnen, sich zu erholen. Sie können besser für sich selbst sorgen, indem sie lernen, Pausen einzulegen und einzuschätzen, wann etwas nicht funktioniert oder zu viel ist.

Gabriela Scholl-Läubli
Trager Praktikerin seit 1998
Trager Instruktorin seit 2013

Unsere Wahl in dieser Welt, Bill Scholl

Es war eine einfache Frage, die Milton Trager zu einer neuen Erforschung der Bewegung führte.

Sein Bruder schlug vor: "Mal sehen, wer höher springen kann!"  da antwortete Milton: "Lass uns sehen, wer von uns am weichsten landen kann?" Eine fragende Haltung in Bewegung zu bringen, öffnete ihm eine Tür. Er betrat einen Raum, in dem er sein ganzes Leben verbringen wollte.

In einer fragenden Haltung mit der eigenen Bewegung zu leben gibt Raum für ein neues Bewusstsein. Es wird möglich, unsere unbewussten Einschränkungen zu spüren und loszulassen.  Es wird möglich, sich leichter und freier zu bewegen. Schmerz und Angstreaktion können abnehmen und sogar ganz verschwinden.  Freude kann auf wunderbare und überraschende Weise entstehen.

Unsere Wahl in dieser Welt, unabhängig von unserer körperlichen oder emotionalen Verfassung, ist es, entweder mit der Schwerkraft zu spielen oder von ihr gebeugt und besiegt zu werden. Mit der Schwerkraft zu spielen bedeutet, im Moment präsent zu sein. Indem wir eine Pause machen, unsere Füsse auf dem Boden spüren und neugierig sind, ist es möglich in einen Zustand der Präsenz zu kommen.

Die Trager Therapie ist ein überraschend einfacher Ansatz, um unsere lang gehegten Muster zu lösen, die uns davon abhalten, uns selbst zu sein. Die Erinnerung von Trauma lebt in unserem Körper. Es ist möglich, diese Erinnerungen durch angenehmere Gefühle wie Leichtigkeit und Frieden zu mildern.

Wenn die alten Muster weniger dominant sind und durch Gefühle grösserer Freiheit ersetzt werden, scheint es, als ob uns etwas Bemerkenswertes und Unerwartetes passiert! Es ist ein Flüstern, ein sanftes Bewusstsein, dass es uns gut geht, dass wir alles sind, was wir sein müssen. Es ist, als hätte uns jemand gefunden. Dieser Jemand sind wir.  

Bill Scholl
Trager Praktiker seit 1981
Trager Instruktor seit 1986